Samstag, 18.10.2008
Volkswagenhalle, Braunschweig/D
Alle Jahre wieder treten sie an, die besten B-Boys und -Grils aus aller Welt, um sich am BOTY zu messen. Wer wird dieses Jahr dominieren?
Von Akut über Loomit und Tasso bis Z-Roc werden auf 120 Seiten Fotos von legalen und illegalen Werken gezeigt. Gefeaturt werden nicht nur Deutsche Artists: Mit dabei sind auch Bilder von z.B. Dare (CH) Seen, Ces und Cope (NYC) oder Bates (DK).
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Der Untertitel des 160 Seite umfassenden Buchs sagt schon alles: “The Story About WUFC – A Swedish Graffiti Crew”. Ob Trains oder Walls, nichts ist sicher vor einer Farbveränderung durch ihre Dosen.
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“Das isch dä Sound us de Unterschicht, ich mach de Sound bis ich 100 wird…” So tönt es aus einer exklusiven Demo-CD vom 26-jährigen Ron-Q aus Zürich, die 14K zugespielt wurde. Der Refraim erinnert aufmerksame Hörer vom Wortkonstrukt her an E.K.R.s “Chreis 5″. Ungewollte Ähnlichkeit oder nicht: Die Rhymes von Ron-Q kommen ungeschliffen und roh daher, was ihm in erster Linie Authentizität verleiht. Essentiell für einen Mundart-Rapper, der eine Meinung zu verkünden hat!
Ron-Q’s Word-Flow im Kontext mit den Beats seines Soundproducers “Drumatic” lässt zwei Welten verschmelzen: Den Sound von Drumatic zeichnen fette, groovige, kristallklare Beats aus, der Rap von Ron-Q, roh, rotzfrech und mit starker Stimme.
Normalerweise scheitert eine solche Symbiose, wenn Beat und Rap zu verschieden sind. Stattdessen wird hier eigentlich nur der Anteil an ein paar Seventies-Samples und Scratches vermisst, um dem Klanggemisch noch eine gewisse Unschärfe zu verleihen.
Fazit: Abgesehen von Erwähntem ein seltenes Kunststück. Wer auf fetten- durch die Keule gesprochenen Züri-Sound steht, soll sich Ron-Q und Drumatic reinziehen. Der Sound aus der Unterschicht, alles anderere als unterschichtig in den Ohren.
Das Album von Ron-Q erscheint Ende 2008 unter dem Titel “Äs wird Ziet”.
In wie weit der Autor, Don M. Zaza aka Stone aka Techno 169 – Mitglied der ersten internationalen Super-Crew Fabulous Bomb Inability, kurz FBI -, in die im Buch dargestellten Werke involviert ist, sei dahin gestellt. Viel wichtiger ist ohnehin die Frage, wie 1987 in Deutschland bereits die Post in Sachen Züge bemalen abging. Einen Einblick gewähren die etwas mehr als hundert Seiten in Form dieses Taschenbuchs.
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